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Non-Profit-Organisationen / NGOs: Change Management mit rohen Eiern

Viele Menschen arbeiten ehrenamtlich – ohne Profit. Doch muss man auch diese Menschen in Projekten, obwohl sie aus scheinbar freiem Willen heraus arbeiten, zu ihrem Wirken hin unterstützen.

Denn hinter der ehrenamtlichen Tätigkeit kann oft auch ein emotionaler Gedanke stecken, der den Menschen zur Arbeit treibt. Sieht man es ganz eng, dann müssten sich diese Menschen aber nicht in Gruppen oder Gremien engagieren. Warum tun sie es doch?

Das kann viele Gründe haben. Es liegt nahe, dass es einen Antrieb gibt, zusammen zu agieren, ein Antrieb, den sie sich selbst vielleicht nicht einmal erklären können. Hier wäre wohl ein Gefühl der Zugehörigkeit, die Suche nach einem Sinn des Lebens, sozialer Kontakt oder gar Macht und Überlegenheit zu nennen. Die Projekt-Organisation sollte den einzelnen Bedürfnissen der ehrenamtlichen Mitarbeitern gerecht werden, denn im Grunde wollen diese wie im Berufsleben auch eine Gegenleistung für ihr Tun, welches in der Befriedigung des Bedürfnisses liegt, die den Mitarbeiter zur ehrenamtlichen Tätigkeit bewegt. Dass diese Bedürfnisse nicht ausgedrückt werden, oder der Mitarbeiter oft selbst nicht weiß, was ihm erfüllt wird, erschwert die Sache zusätzlich.

Jede Organisation hat spezifische Ehrenamtliche
Die Motivationsstrukturen und Eigeninteressen der Ehrenamtlichen spielen eine zentrale Rolle im Hinblick auf die Organisation von Projekten, die sich schließlich mit den Mitarbeitern identifiziert. Dass viele Ehrenamtliche noch mehr als im Gewerbe tätige Menschen eine ausgeprägte Persönlichkeit haben, mitsamt ihren jeweiligen Stärken und Schwächen, macht die Organisation von Projekten einzigartig und gibt dem Ehrenamtlichen zugleich das Gefühl, fast selbst die Organisation zu sein. Je nach Organisation bzw. deren Interessen häufen sich natürlich auch bestimmte Gruppen an Ehrenamtlichen, was ein gewissen Konfliktpotential birgt.

Haupt- und Ehrenamt
In der katholische Kirche ist es schon lange geregelt: Der hauptamtliche Klerus leitet die Ehrenamtlichen. Auch in Vereinen sollte es so geregelt sein: Allerdings kehrt sich das hier manchmal um. Am signifikantesten bekommt man den Wandel bei Großvereinen zu spüren: Beim ADAC müssten eigentlich die 16 Millionen Mitglieder das Sagen haben – doch kümmert sich kaum einer von ihnen im Projektmanagement darum. In großen Vereinen hat man scheinbar mit der Stellung unter dem Hauptamtlichen kein Problem. So entspannt sich das Verhältnis im Vergleich zu den mittelgroßen und kleinen Vereinen paradoxerweise. Dennoch birgt die Diskrepanz in der Rollenverteilung verbunden mit den Enttäuschungen im Alltag und eventuell empfundener Ungerechtigkeit ein mehr oder minder hohes Konfliktpotential. Auch können Konflikte innerhalb des Ehrenamtes aufflammen, wiederum auf Grund der meist mangelnden Loyalität und Solidarität.

Die Erwartungserklärung
Zur Konfliktprävention sollte immer wieder eine gemeinsame Lösungsfindung und vor allem: Eine Zielfindung ausgerufen werden. Die Ausarbeitung von gemeinschaftlichen Zielen und einer gemeinsamen Daueraufgabe fördert den Zusammenhalt und mindert Konflikte. Dennoch muss es einer gewissen hierarchischen Ordnung im Projektmanagement bedürfen, damit überhaupt derartige Aufgaben und Beschlüsse festgelegt werden können.

Dem Change Management werden besonders hohe Anforderungen gestellt
Soll in einem NGO etwas größeres verändert werden, so fällt das noch schwerer als in Unternehmen, da statt des Gehalts die friedensstiftende Wirkung von dem Ehrenamtlichen an sich kommt. Die Konfliktbereitschaft ist damit offener und entschlossener. Mit einer umfassenden Erklärung und einer Individuellen Auseinandersetzung im Projektmanagement der Mitarbeiter ist es aber möglich, ein paar zur Änderung zu bewegen – es bedarf aber recht viel Einfühlungsvermögen.

Transparenz und breite Mehrheiten bei jeglichen Entscheidungen
Die Hauptakteure und Gremien der NGOs sollten durch Motivation und Sorgen die gesamte Organisation mitnehmen – egal wohin. Das kann eine Veranstaltung oder ein Glaubenskreis sein, ebenso natürlich eine Hilfestellung jeglicher Art. Veranstaltungen bzw. die Prozesse, die es bis zu solche einer Veranstaltung überhaupt kommen lassen, sollten transparenter gemacht werden. Das kann einfach per Mail oder per Rundschreiben geschehen. Auch sollten bei der vorausschauenden Prozessplanung im Projektmanagement so gut wie alle Bedürfnisse der Beteiligten befriedigt werden – hier gilt es einen guten Mittelweg zu finden.

Breite Mehrheiten beschleunigen ein jedes Abstimmungsverfahren. Für eine breite Mehrheit benötigt nicht nur Akzeptanz, sondern mehr noch Integration und Einigkeit innerhalb der NGO. Nur dann kann es trotz Planung eine gewisse Flexibilität in den Projekten geben.

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